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Gottes Herrlichkeit

Seit Jahren hege ich einen gro√üen Traum in meinem Herzen. Vor ein paar Wochen wurde ein Teil davon Realit√§t - endlich!¬†Ich habe mein eigenes Journal geschrieben, designed und nun drucken lassen. ūüéČ

 

Wenn ich es so in meinen H√§nden halte, kommt es mir fast nicht real vor, dass ich das gemacht haben soll.¬†Seit ich mein erstes Journal von LifeLivedBeautifully bestellt habe, hat mich eine Frage nicht mehr losgelassen: Wieso gibt es so etwas Geniales nicht in √Ėsterreich, nicht auf Deutsch?¬†

 

Eine Kategorie in meinem Journal hei√üt "Gottes Herrlichkeit". Es geht darum die Spuren Gottes in seinem¬†Alltag zu entdecken.¬†Ich habe Jahre damit verbracht einen Weg zu finden dieses Journal Realit√§t werden zu lassen. Alleine die Tatsache, dass dieses Journal existiert ist f√ľr mich ein Zeichen von Gottes Herrlichkeit.¬†

 

In diesem Blog Post möchte ich euch ein bisschen davon erzählen, was ich in diesen Jahren gelernt habe. Ich hoffe, dass diese Zeilen auch eine Ermutigung sind eure eigenen Herzensträume niemals aufzugeben. 

Links im Bild ist mein allererstes Journal zu sehen (Give me Jesus Journal) und rechts ist nun mein eigenes Journal, das ich "Begegnung" genannt habe. 

 

Wenn ich es sehe, muss ich an die vielen Stunden denken, die ich damit verbracht habe es Realit√§t werden zu lassen. Die vielen unterschiedlichen Programme, die ich ausprobiert habe. Die vielen Zeichnungen, Entw√ľrfe, Muster die ich gestaltet habe. Die viele Internetrecherche die ich zum Thema Druck betrieben habe. Die vielen Menschen, die ich letztendlich dann doch um Hilfe gefragt habe und die mir so liebevoll immer und immer wieder geholfen haben. Ja, wenn ich dieses Journal ansehe, dann sehe ich Gottes Herrlichkeit. Ich sehe die vielen Wege, die gescheitert und im Sand verlaufen sind und die letztendlich doch zum Erfolg gef√ľhrt haben.¬†

 

Unser Gott, er ist im Himmel, alles, was ihm gefällt, vollbringt er. 

Psalm 115,3 (E√ú)

 

Dieses Journal existiert nicht allein deshalb, weil ich so viel daran gearbeitet habe, sondern weil Gott durch mich gewirkt hat. Dieses Journal erz√§hlt eine Geschichte - die Geschichte von Gottes Herrlichkeit.¬†Eine Geschichte dar√ľber, dass Gott Dinge vollbringen kann, die f√ľr uns unm√∂glich sind.¬†

Ich wollte an die 100x aufgeben und alles wieder hinschmeißen. Ich sah keinen Weg das alles zu realisieren. Ich hatte null Ahnung, wo und wie ich starten sollte. Ich bin Lehrerin und keine Designerin oder Schriftstellerin. Ich arbeite auch nicht in einer Druckerei. Doch Gott hat mich nicht aufgeben lassen, er hat diese Sehnsucht, diesen Traum immer und immer wieder aufflammen lassen. Ich konnte einfach nicht anders, als diesem inneren Drang nachzugehen. Und heute halte ich Gottes Herrlichkeit sozusagen in meinen Händen. 

 

Ich habe Gottes F√ľhrung auf so viele unterschiedliche Arten kennen gelernt.

Eines Abends beispielsweise, als ich wieder einmal Stunden damit verbracht hatte eine sch√∂ne Zeichnung f√ľr den Einband hinzubekommen (Das Zeichenprogramm war im Endeffekt nicht einmal mit meinem Layoutprogramm kompatibel ūüôą) brach ich echt in Tr√§nen aus. Ich sagte zu meinem Mann: "Jesus muss sich jemand anderen suchen. Ich kann das einfach nicht. Ich bin m√ľde. Ich gebe jetzt endg√ľltig auf!"

Mein Mann meinte, dass Gott mich sicher weiterf√ľhren w√ľrde und dass ich weitermachen sollte. In meiner Verzweiflung betete ich also¬†und auf einmal¬†war es als ob Gott zu mir sagen w√ľrde: "Dazu habe ich dich nicht gerufen. Du verl√§ufst dich. Du verbringst Zeit mit Dingen, die¬†du nicht machen sollst."

Und seit diesem Tag, wenn ich mich wieder in etwas hineinsteigere, höre ich wieder Gottes Stimme: "Lass los, das ist nicht deine Aufgabe." Ich habe gelernt seine Stimme konkret in meinem Alltag wahrzunehmen. (Der heilige Geist ist ein extrem guter Souffleur ;))

Wenn ich es also nicht machen soll, wer dann? Ich musste lernen um Hilfe zu fragen. DAS war etwas, was mir unheimlich schwer fiel. Mir ist plötzlich bewusst geworden, dass in meinem Herzen sehr viel Stolz und Egoismus war. Ich wollte es selber schaffen, ich wollte mir selbst und anderen beweisen, dass ich etwas drauf hatte. 

Aber Gott war da anderer Meinung. Er wies mich zur√ľck auf meinen Platz: "Du bist Kind Gottes. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Frag um Hilfe. Lass andere Menschen teilhaben. Ich ebne deine Wege."

 

Das ist nur ein Beispiel von vielen Dingen die ich gelernt habe, an dem ich zeigen wollte, dass Gott nicht nur Tr√§ume wahr werden l√§sst, sondern dabei auch dein Herz verwandeln will. Ich denke es geht ihm niemals blo√ü um den sichtbaren Erfolg. Es geht ihm vor allem um dein Herz, deswegen entspricht sein Zeitplan oft nicht unserem. Gott hat einfach Zeit. Er kennt Stress nicht, weil er Herr √ľber Raum und Zeit ist. Er m√∂chte nicht, dass deine Tr√§ume "schnell schnell" erf√ľllt sind, sondern er m√∂chte¬†dir begegnen und dich Ihm immer √§hnlicher machen.¬†

 

Deshalb m√∂chte ich dich heute ermutigen: Wenn du auch einen Traum in deinem Herzen hast, von dem du denkst, dass¬†er sich niemals erf√ľllen wird - bleib dran! Gott h√§lt Wege f√ľr dich bereit, die du noch nicht kennst. Nur weil du noch keine L√∂sung siehst oder kennst, hei√üt das nicht, dass es keine gibt.¬†Vertrau ihm und bleib dran, auch wenn es f√ľr dich eine gef√ľhlte Ewigkeit dauert.¬†

 

Mit ganzem Herzen vertrau auf den HERRN, bau nicht auf eigene Klugheit;  such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen,

dann ebnet er selbst deine Pfade!

Spr√ľche 3, 5-6 (E√ú)

 

Diese Verse habe ich als wundersch√∂n gemaltes Bild von meiner Schwester in meiner Wohnung h√§ngen. Sie begleiten mich schon sehr lange und ich komme immer wieder auf diese Wahrheit zur√ľck. Auch wenn ich keinen Weg sehe, keine L√∂sung habe, keine Kompetenz aufzuweisen habe, kein Wissen habe - Gott selbst wird sich darum k√ľmmern. Ich habe gelernt mich nicht auf meine Schw√§che, sondern auf Seine St√§rke zu fokussieren.¬†

Ich¬†habe auch gelernt, dass man manchmal¬†gehen¬†muss, um neue Wege und L√∂sungen sehen zu k√∂nnen. Wenn ich nur auf der Couch sitze und tr√§ume, habe ich noch selten Fortschritte gemacht.¬†Es ist absolut wichtig vorher zu¬†beten, gut zu √ľberlegen und dann aber auch¬†loszugehen, um sehen zu k√∂nnen, ob dieser Weg der richtige ist.¬†Gott zeigt dir nicht schon 10 km vor der Ampel, ob du nun rechts oder links abbiegen sollst, sondern erst wenn du an der Kreuzung bist. Ich denke es w√ľrde mich sogar √ľberfordern, wenn ich alles schon so weit vorher w√ľsste. Ich habe gelernt (und lerne immer noch) mutig weiterzugehen, indem Vertrauen darauf, dass er mich nicht falsch abbiegen l√§sst.¬†

 

Gott pers√∂nlich hat dir deine Tr√§ume ins Herz gelegt. Bist du bereit Seine Herrlichkeit zu sehen? Bist du bereit Seinen Wegen zu folgen? (Das kann manchmal auch bedeuten, seine eigenen Wege verlassen zu m√ľssen, um sich auf Gottes Wege einlassen zu k√∂nnen.)

Er wird dir antworten, davon bin ich √ľberzeugt - aber auf seine g√∂ttliche Art und Weise ;)¬†

 

Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: F√ľr Menschen ist das unm√∂glich,

f√ľr Gott aber ist alles m√∂glich.

Mt 19,26 (E√ú)

 

Gebet: 

Ich bete¬†heute f√ľr alle, die schon lange einen Traum in ihrem Herzen hegen, um Kraft, Mut und Ausdauer.¬†Vater,¬†ebene ihre Wege. Kr√∂ne ihr Handeln mit Erfolg, wie du es verhei√üen hast. Begegne ihnen auf deine g√∂ttliche Art und Weise und lass sie deine Herrlichkeit in ihrem Leben erkennen.¬†M√∂ge dieser Herzenstraum nicht nur in Erf√ľllung gehen, sondern sie immer n√§her zu dir zu f√ľhren.¬†Lass ihren Traum auch f√ľr andere Menschen zum Segen werden.¬†

Amen. 

 

Auf den Spuren von Gottes Herrlichkeit,

eure Paulina